Tag Archives: Kannibalismus

       

Der Schützenball 4 (6)

Zögernd betrat Sabrina die Schlachterei. Im Hintergrund ertönte eine schrille Klingel als sie die Ladentür hinter sich schloss.

„Moment, ich komme gleich!“ rief eine helle Frauenstimme aus den hinteren Räumen.

Sabrina sah sich um. Sie war allein im Laden, was für einen Samstagmorgen eigentlich ungewöhnlich war, aber heute war Schützenumzug in Walsberg und da wurden die Einkäufe eben verschoben. In der Auslage lagen, wie in jeder normalen Schlachterei Würste, Schinken, Rippchen und große , blutige Fleischstücke, von denen die Steaks heruntergeschnitten wurden.

       

Der Tokioclub 3 (5)

KannibalismusIn Tokio gibt es ein Restaurant, das sich ziemlich von jeder anderen Eßgelegenheit in Japan, wahrscheinlich jedoch auch von jeder anderen in der Welt unterscheidet. Es befindet sich nicht wie andere feine Etablissements in einem der modernen Einkauf- und Vergnügungsviertel, sondern am Ende einer langen Allee in einem der Industriegebiete der Stadt, zwischen Schrottplätzen und Maschinenhöfen, nahe an der Küste. Wenn dort das Geschäftsleben am Abend verebbt, gibt es fast keinen Verkehr und in den dunklen Straßen trifft man keine Menschenseele. Und doch, jeden Abend kann man eine kleine Reihe luxuriöser Autos der Preisklasse Lexus, Acura und so weiter beobachten, die durch die dunkle Allee bis zu einem Parkplatz gelenkt wird, einem flachen Backsteingebäude gegenüber. Das Gebäude hat keine Fenster. Früher einmal, bevor es zum Tokioclub wurde, diente es als Gießerei und seine einzige, weithin sichtbare Besonderheit ist ein schlanker Schlot, der sich bestimmt gut zwanzig Meter über den Flachbau erhebt.

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